Z80-CPM-Retro-Brainstorming

Themen rund um Retrostyle Computer, unabhängig wie diese realisiert wurden
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yeti
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Re: Z80-CPM-Retro-Brainstorming

Beitrag von yeti »

PIC18F2550 hat geschrieben:Die Problematik AVR's nicht unter Linux Programieren (Entwicklung) zu können hatt mich auf die BST-Schiene geschoben. :DAUMENHOCH
Wer weis was ich sonst gemacht hätte. :LACHEN
AVR-GCC, make und Co entdeckt?
PIC18F2550 hat geschrieben:AVR spielt bei mir mittlerweile keine Rolle mehr und Microchip neigt sich auch so langsam dem Ende.
Schön, daß Du mal wieder drüber gesprochen hast, aber war das dem ursprünglichen Anliegen in irgendeiner Art und Weise förderlich?
Ich seh' nicht wie und wo!
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yeti
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Re: Z80-CPM-Retro-Brainstorming

Beitrag von yeti »

http://www.kenseglerdesigns.com/cms/node/8 schaut auch nett aus... rennt z.B. auf Duinomite-Mini, den man -- wenn das mal langweilig wird -- sicher auch noch anders verplanen kann... z.B. mit RetroBSD...

Außerdem könnt man das evtl sogar umstülpen: Duinomite mit RetroBSD und darauf SIMH oder Z80-SIM... man gönnt sich ja auch sonst Alles... :-D

Die letzten Tage hab ich mal wieder in paar Tastendrücke in CP/M verbracht... http://www.schorn.ch/altair.html bietet da ja Eiiiniges. Aber schon beim Versuch auf den diversen simulierten Disks und Harddisks irgendwie Ordnung zu halten fehlten mir kraß die Directories.

CP/M, TRSDOS, NEWDOS/80v2 ... und all die anderen Z80-OSe die ich früher so heftig benutzt habe hatten ja alle keine Subdirs... aber mit 2-3 Laufwerken ließ sich der Workflow schon sinnig managen: OS, Applikation, Daten auf 3 Floppies oder OS plus Applikation als Eine und Daten auf 2ter Floppy. So ersetzte das Wechseln der Datenfolie dann den Directorywechsel... damit konnte ich leben. Aber die Nachbauten von heute haben mehrere Medien fest auf einer SD oder CF... damit könnte ich nie Ordnung halten...

Da SDs bzw CFs eh deutlich fetter sind als die maximal 16 Laufwerke von CP/M je nutzen können (zusammen grob abgerundet 128MB), stellt sich die Frage ob man den Diskettenwechsel im laufenden Betrieb vielleicht irgendwie trotzdem einbauen könnte und so diesen Workflow wiederbeleben könnte? 1 Bootlaufwerk und 15 Wechselbare... handlich verpackt zB als "cd LAUFWERKSBUCHSTABE IMAGENAME" gesteuert (meinetwegen auch "mount" statt "cd") wär schon praktisch...


...nur mal leise gedacht... für laut isses noch zu warm!
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Micha
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Re: Z80-CPM-Retro-Brainstorming

Beitrag von Micha »

über GENAU dieses Thema denk ich auch seit einigen Tagen nach! 5,25" Disketten konnte man nach Themen sortiert verwenden: eine für Textverarbeitung, eine für Turbopascal, eine für Spiele u.s.w. Das Wechseln von Disketten hatte was magisches: KLACK KLACK KLACK, RATTER RATTER RATTER...

OT: tatsächlich besaß ich selber damals nur eine(!) Diskette. Zu nem Schweine-Umtauschkurs - ich glaub für 50 DDR-Mark oder so - gekauft, das war damals viel für nen armen Studenten. Ein Bekannter hat mir ein SCP und diverse seiner Meinung nach wichtigen Tools draufgespielt, danach waren die formatierten 640 KB zu ca. zwei Dritteln voll. Trotzdem hab ichs nie geschafft, jene Diskette mit eigenen Daten komplett zu füllen. Das war noch vor Multimedia, da waren 200KB noch eine fast unerschöpfliche Speichermenge. Muss allerdings auch zugeben, dass ich selten Zugang zum Kabinett mit den PC1715 an der Hochschule hatte.

Zurück zum Thema: ein Nachbau oder Emu mit Diskettenwechsel wär cool.
Grant Searle reizt ja in seinem Projekt die Möglichkeiten von CP/M bis zum getno aus - 16 Laufwerke, 15 davon mit je 8MB Speichervermögen!

Was mir noch nicht ganz klar ist weil ich mich nicht damit beschäftigt habe: kann man die "User Areas" von CP/M als eine Art "Unterverzeichnisse für Arme" missbrauchen? Könnte mir vorstellen dass man auf so einer CP/M Disk Sachen themenorientiert in die User Areas einsortieren kann. Hab aber auch schon mal gelesen dass das mit gemeinsam benötigten Tools wie z.B. PIP Probleme macht, es sei denn man kopiert diese Tools in jede User Area.
Also vonder Sache här tätch jetz ma behaupten "Mischn ägomplischd" un so...
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yeti
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Re: Z80-CPM-Retro-Brainstorming

Beitrag von yeti »

Micha hat geschrieben:Was mir noch nicht ganz klar ist weil ich mich nicht damit beschäftigt habe: kann man die "User Areas" von CP/M als eine Art "Unterverzeichnisse für Arme" missbrauchen?
Sowas hat man schon umgesetzt:
ZCPR 3.3 User´s Guide ([url]http://gaby.de/ftp/pub/cpm/znode51/specials/manuals/zcpr3.pdf[/url]) hat geschrieben: 1.2.1. Benefits over CP/M
  • Disk user areas can be used easily to organize your files. ZCPR3 has extensive improvements over CP/M in this area, among which are: indication of current disk and user in the system prompt, use of the DU: (disk/user) expression to move between user areas, provisions for assigning meaningful names to given disk/user areas. and restricting access to given disk/user areas by unauthorized persons.
Aber laufzeit-wechselbare Diskimages wären definitiv eine mächtigere Ebene...
Micha hat geschrieben:Könnte mir vorstellen dass man auf so einer CP/M Disk Sachen themenorientiert in die User Areas einsortieren kann. Hab aber auch schon mal gelesen dass das mit gemeinsam benötigten Tools wie z.B. PIP Probleme macht, es sei denn man kopiert diese Tools in jede User Area.
Ich hab mich in den aktiven CP/M-Zeiten nie lange mit User-Areas rumgequält, da ich genug physische Laufwerke hatte.

Als ich neulich unter dem Altair-Emulator und normalesm CP/M-2.2 versuchte mit User-Areas klarzukommen und Files zu sortieren/verschieben verlor ich sie unterwegs... als ich die vermeindlichen in User0 liegenden nun überflüssigen Files löschte waren plözlich auch die Kopieën in der anderen UserArea weg... keine Ahnung ob da hitzebedingtes PEBCAK oder tatsäch ein Designfehler der UserAreas oder in PIP vorlag...

Ich will da auch nicht wirklich tiefer stochern und so sortieren, denn UserAreas sehe ich nicht als Ersatz für wechselbare Medien an.

----------8<----------

P.S.: Fur Neugierige: P.P.S.: Anfangs etwas störend beim altairz80-Emu ist, daß die Emulator-Abbrechen-Funktion auf Taste Ctrl-E gelegt ist, was man eigentlich bei der Cursorsteuerung als Cursor-Hoch gewohnt ist. Die folgenden Zeilen irgendwo am Anfang der jeweiliegen Config-Datei eingefügt befreien Ctrl-E und legen die "Nix-Wie-Raus-Hier-Taste" auf Ctrl-]:

Code: Alles auswählen

;
; ^] as simH escape char
d wru 1d
;
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TuxFan
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Re: Z80-CPM-Retro-Brainstorming

Beitrag von TuxFan »

Moin moin!
yeti hat geschrieben:........denn UserAreas sehe ich nicht als Ersatz für wechselbare Medien an.............
Hmmmmmmm........ich denke, das sich der heutige Gebrauch von CP/M doch eher nur noch im "Just for Fun" Bereich abspielt und das Privatbüroliche sich weiterhin auf dem PC abspielt und man somit doch mit den zu Verfügung stehenden Laufwerken im CP/M für eine Unterteilung der anfallenden Software auskommen müßte. Falls nicht, kann man ja weitere CP/M-Karten (CF oder SD) aufbauen und hat somit seine Wechsellaufwerke.

Was mir in den letzten Tagen auffiel war die Tatsache, daß viele CP/M-Minimalsysteme nur eine serielle Schnittstelle haben die der Kommunikation mit dem Terminal dient. Ich fände zumindest eine weitere serielle oder parallele Schnittstelle interessant um auch z.B. einen Drucker oder Plotter ansteuern zu können. Noch habe ich z.B. einen Drucker mit paralleler Schnittstelle oder aus der PC1360-Ära (programmierbarer Sharp Taschenrechner) einen Plotter, der beide Schnittstellen hat. Somit könnte man beides mal wieder zum Leben erwecken.

Zum ROM bzw. besser EPROM-Programmieren fiel mir diese Seite ins Auge : http://s-huehn.de/elektronik/epromprog/epromprog.htm
Hier wird nur ein Terminalprogramm auf dem PC zum Programmieren benötigt. Die restliche Intelligenz steckt im AVR des Prommers, den man mit einem einfachen Parallelportprogrammer füttern kann. Hiermit könnte das Problem der ROM/EPROM-Beschaffung für die Z80-Systeme verkleinert werden.

Was ich noch suche ist eine Quelle möglichst in D für die Z80-SIO oder ein 1:1 Ersatz-IC dafür. Irgendwie bin ich da mit Blindheit geschlagen und finde nichts gescheites, wahrscheinlich wegen erheblicher Wissenslücke im Bereich Z80.......

Außerdem tät mich jetzt nach Michas Erfolg schon der Entwurf (aber allerfrühestens im sehr späten Spätherbst :roll: ) einer GrantSearleCP/M-Platine interessieren. Das käme mich wahrscheinlich billiger als meine vorhandenen RDK-NDR-Computerplatinen zum Leben zu Erwecken und/oder zu Erweitern.
Aber jetzt wart ich erstmal meine nächste Platinenlieferung ab und schau was da für Überraschungen bei sind, die werden mir wohl die Zeit bis hin zur Adventszeit drastisch verkürzen und dann seh ich mal weiter.
Gruß
TuxFan
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yeti
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Re: Z80-CPM-Retro-Brainstorming

Beitrag von yeti »

TuxFan hat geschrieben:
yeti hat geschrieben:........denn UserAreas sehe ich nicht als Ersatz für wechselbare Medien an.............
Hmmmmmmm........ich denke, das sich der heutige Gebrauch von CP/M doch eher nur noch im "Just for Fun" Bereich abspielt und das Privatbüroliche sich weiterhin auf dem PC abspielt und man somit doch mit den zu Verfügung stehenden Laufwerken im CP/M für eine Unterteilung der anfallenden Software auskommen müßte. Falls nicht, kann man ja weitere CP/M-Karten (CF oder SD) aufbauen und hat somit seine Wechsellaufwerke.
Achneee... dann kann ich gleich beim Emulator auf'm Notebook bleiben und den fullscreen fahren...

Wenn ich statt wechselbarer Medien die Daten zwischen meheren SD- oder CF-Karten nur auf dem Umweg über einen PC managen kann, dann ist die CP/M-Kiste nicht autark und für mich sinnfrei.

Unter einem sinnvollen CP/M-Kistchen verstehe ich ein autarkes System, das ohne Gehhilfe und Krankenschwester auskommt...
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TuxFan
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Re: Z80-CPM-Retro-Brainstorming

Beitrag von TuxFan »

yeti hat geschrieben:........Unter einem sinnvollen CP/M-Kistchen verstehe ich ein autarkes System, das ohne Gehhilfe und Krankenschwester auskommt...
Och männo................, nach human temporären Erwägungen wäre CP/M jetzt mittlerweile über 100 annos. Da wird doch 'n büschen Betüddelung erlaubt sein. :D
Hast Du Dir den N8VEM (http://n8vem-sbc.pbworks.com/w/page/44366173/Zeta%20SBC) mal angeschaut? Hatte ich auf der ersten Seite dieses Fadens mal erwähnt. Ist mit richtiger 3,5" Disquette.........
Ansonsten hatte ich mir gedacht das z.B. ein Propterminal Datenaustausch auf andere SD-Karten mal ermöglichen könnte. Egal ob das ein Minimalsystem mit oder ohne leiblicher Z80-CPU wäre.
Gruß
TuxFan
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yeti
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Re: Z80-CPM-Retro-Brainstorming

Beitrag von yeti »

TuxFan hat geschrieben:Hast Du Dir den N8VEM (http://n8vem-sbc.pbworks.com/w/page/44366173/Zeta%20SBC) mal angeschaut?
Jo. Reißt mich aber wenig vom Hocker...
TuxFan hat geschrieben:Ansonsten hatte ich mir gedacht das z.B. ein Propterminal Datenaustausch auf andere SD-Karten mal ermöglichen könnte. Egal ob das ein Minimalsystem mit oder ohne leiblichen Z80-CPU wäre.
Darüber muß ich länger meditieren...
...aber ein Propterminal zwingend vorzuschreiben, weil da irgendwelche speziellen Wechselmedienhacks drin sind, gefällt mir weniger. "Meine Wunsch-CP/M-Kiste" sollte an einer RS232 ein beliebiges Terminal zulassen...

Vielleicht hab ich hitzebedingt auch nur 'ne Denkblockade... :?
BorgKönig
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Re: Z80-CPM-Retro-Brainstorming

Beitrag von BorgKönig »

die denkblockade hast du weniger... ik würd so ein spielzeug auch an jedes x-beliebige terminal anschliessen... noch besser währe aber monitor + tastatur + c/pm system = fertiger rechner
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yeti
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Re: Z80-CPM-Retro-Brainstorming

Beitrag von yeti »

BorgKönig hat geschrieben:die denkblockade hast du weniger... ik würd so ein spielzeug auch an jedes x-beliebige terminal anschliessen... noch besser währe aber monitor + tastatur + c/pm system = fertiger rechner
Spricht ja nix dagegen z.B. Terminal und ZiCOG-CP/M (oder "Brotbrett-Struppi"s Nachfolger auf PCB) je auf getrennten PCBs mit wahlweise bestückbaren MAX3232 zu designen und bei Montage in ein gemeinsames Gehäuse, diese beiden Konverter schlicht zu überspringen...
So könnten die Einen es getrennt und modular halten und die Anderen kostet es nur ein paar Schrauben mehr im gemeinsamen Gehäuse...
Ich hätte es sogar bei gemeinsamen Gehäuse lieber auf getrennten PCBs...
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