TriOS – Bibliotheken


Neuigkeiten von TriOS: Nach einiger Zeit der Arbeit am System erschien mir die allgemeine Struktur der Quelltexte zu unübersichtlich und zu aufgebläht. Viele Fragmente und Programme die eigentlich nichts mit dem System zu tun hatten, haben sich heimlich bei den Experimenten eingeschlichen. Dazu wollte ich endlich ein Bibliothekskonzept für die Quelltexte realisieren, da Brad’s Spin Tool ja nun die entsprechenden Möglichkeiten bietet. Also war eine umfangreiche Aufräumarbeit nötig, um dem Ganzen wieder die nötige Struktur und Klarheit zu geben. Zeit den Softwarebastelkeller aufzuräumen! 🙂 Was wollte ich also?

  1. Ausgliederung aller Quelltexte, die nicht unmittelbar mit TriOS zu tun haben.
  2. Alle universellen Objekte, welche systemweit Anwendung finden sollen in einem zentralen Ordner landen und aussagekräftige Namen bekommen.
  3. Alle ausgegliederten Anwendungen sollen in gesammelter Form seperat zur Verfügung stehen um nicht verloren zu gehen.

Gerade der letzte Punkt bietet auch für die Zukunft einige Möglichkeiten. Ich denke da an eine lockere Serie von Paketen, die thematisch zusammenghörige Anwendungen, Demos und Mediendateien enthalten und letztlich irgendwann vielleicht eine kleine Bibliothek für den Hive bilden. Zum Beispiel wird die erste Toolbox grundlegende Codebeispiele zum Thema Grafik, Sound und Anwendungen enthalten. Im einzelnen keine riesigen Sachen, aber durchaus interessante Fragmente für jeden Interessierten, der selbst Software für den Hive schreiben möchte und einen Einstieg benötigt. Weiter sollen Tollboxen mit Mediendateien (zum Beispiel SID, HSS & AY-Sounddateien) und den schon vorhandenen fertigen Programmen folgen, die vielleicht noch nicht jeder auf seinem Hive kennt.

Der Quellcode von TriOS besteht nun aus folgenden Verzeichnissen:

  • bin – BIN-Dateien für SDCard und Flash
  • doku – Dokumentation
  • flash – Quelltexte der Startdateien aus den EEPROM’s
  • forth – Forth-Quelltexte
  • lib – Bibliotheken
  • system – Quelltexte, die das System auf SDCard bilden

Im Hauptverzeichnis befindet sich die Batchdatei „makelog.bat“. Führt man diese Datei aus, so werden alle Dateien des Systems neu compilierte. Um ein neues System zu installieren, werden die Dateien aus dem Verzeichnis „flash“ in den entsprechenden EEPROM der Chips geflasht. Als zweites müssen noch alle Dateien aus dem Verzeichnis „bin\sdcard\“ auf eine leere und korrekt formatierte SD-Card kopiert werden. Damit ist das System startfähig.

Eine genauere Beschreibung der Installation und eine Übersicht zu Regime und dem PropForth findet sich in der Datei „installation.txt“. Die Standardkonfiguration ist momentan Regime ohne PropForth, da das wahrscheinlich für Einsteiger am einfachsten ist. Forth ist dann Level 2… 😉

Für mich persönlich macht TriOS schon einen sehr runden Eindruck. Auf der Agenda stehen noch der Ausbau der SID-Funktione (Trackercode direkt in Administra) und das Parsen von Kommandos direkt zum Forth, womit dann unter Regime auch eine Scriptsprache zur Verfügung steht. Alle weiteren Funktionen wie LAN und verschiedene Grafikmodis können jederzeit durch die flexible Ladefunktion der Slavechips ohne grundlegende Änderung am System eingebunden werden. Ich denke damit ist TriOS grundlegend das was es sein soll: ein unkompliziertes kleines Betriebssystem für einen Computer der sich anfühlt wie ein Retro aber doch ein wenig mehr ist.

TriOS (PropForth, Standard Regime) Source (2423 Downloads)

Link: Download der aktuellen TriOS-Version (google-code)
Link: Quelltextverwaltung von TriOS (google-code)