Archive for the ‘Hardware’ Category.

Spectrum-Emulator in Aktion

Voll retro, der Hive-Cube in freier Wildbahn

Zu neunzig Prozent fertiggestellt, taucht der Hive-Cube als Disco-Würfel seine Umwelt mit Retroklängen in ein bizarres Lichtspiel im Stile der 80ziger Jahre. Ich find’s cool, obwohl mir wahrscheinlich auf Dauer bei derartigem Lichtgewitter einige Synapsen flöten gehen könnten. Glücklicherweise hat der Herrgott zur Abwendung derartiger Verluste den Ausschalter geschaffen und so fühle ich mich relativ sicher vor Hirntaubheit. Und selbst wenn, na und, n’bisschen bekloppt muss man in der heutigen Zeit schon sein, warum sollte man sonst mit einer selbst zusammengelöteten Zauberkiste wie dem Hive seine kostbare Freizeit verplempern? Wird man doch an jeder Ecke mit Quadrupelcore-Super-Monster-Mega-Tätärätä-Tabletten oder Handyputer beworfen, einer besser als der andere, mit Funktionen, die auch meine Uroma schon nicht brauchte. Da ist der Hive ganz anders, nämlich doof und das ist gut so. Alles, was mein Hivechen kann, hat er von mir gelernt, können wir Drohnen sagen und mich umschlingt eine wohlige Vaterliebe bei diesem Gedanken. Ja, mein Hive ist wie mein Sohn (ich gehe davon aus, das der Hive männlich ist!?) .Am Anfang zu nichts zu gebrauchen aber nach und nach wachsen seine Fähigkeiten. Noch ist er ein kleines Kind, arbeiten wir daran, das er erwachsen wird.

In diesem Sinne….Zille9

 

Gehäusebau mit FR4 Leiterplattenmaterial

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In diesem Artikel auf Hackaday werden zu diesem interessanten Thema einige hilfreiche Tipps gegeben.

Diese ganze Technik mit FR4 ist mir selbst aus der Vergangenheit nur zu bekannt. Ich habe das zu sozialistischen Zeiten mangels passender Gehäuse sehr oft gemacht, allerdings nie in einer solchen Qualität. Allerdings war das auch noch zur Schul- und Lehrzeit und mit primitivsten Mitteln.

Hier man einige meiner Retrobeispiele mit FR4 Gehäuse aus meiner tiefsten Vergangenheit:

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Das erstere Beispiel ist ein Digitalmultimeter. Das aufgesteckte Modul ist ein Signalgeber und eine Impulsfalle, um zum Beispiel kurze Resetimpulse oder ähnliche Signale sicher diagnostizieren zu können. Man beachte die Schalter, denn auch diese waren Eigenbau! 🙂 Ansonsten das übliche: verstellbarer Sichtschutz und integrierter Geräteständer… 😉

Das zweite Beispiel ist ein (immer noch) funktionierender Joystick mit Dauerfeuerautomatik. Das Kugelgelenk habe ich aus einem alten Deoroller gebaut und auch der Steckverbinder für meinen geliebten Atari XL war mangels Sub-D 9 Buchse ein Eigenbau.

Nun ja, zumindest habe ich bei dem Artikel auf Hackaday wieder Lust bekommen auf solche Konstrukte.

Widerstand ist zwecklos…

…dachte ich aber manche Spezies zeigen sich erstaunlich widerstandsfähig, wenn es darum geht, in das Kollektiv aufgenommen zu werden. Aber fangen wir ganz von vorn an.

MicromiteNachdem (der, die, das ?) Micromite erfolgreich assimiliert wurde, war es an der Zeit, eine Testumgebung für den Patienten zu erschaffen. Entstanden ist ein Erweiterungsboard, welches direkt am Hive oder am Venatrix-Erweiterungsbus (ja.. dieser existiert momentan nur als Testgerät und ist noch nicht über das Alpha-Stadium hinweggekommen) betrieben werden kann und ähnlich dem Micromite-Companion, ein Steckboard beherbergt, das für erste Experimente herhalten soll.

Die Anpassung an Hive- bzw. Venatrix-BUS erfolgt über Jumper. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, das Testboard (eine 3,3V Spannungsquelle vorausgesetzt) vollkommen Hive-unabhängig zu betreiben. Eine Terminalverbindung erfolgt dann mit dem Prop-Plug-Anschluss (rechts im Bild). Nach erfolgreicher Inbetriebnahme und Korrektur eines (bei meinen Projekten mittlerweile schon obligatorischen) Fehlers im Layout konnte das erste Testprojekt anlaufen. Um meinen Netzwerk-impotenten Hive zu heilen erstand ich in der Bucht zwischenzeitlich zwei niedliche kleine WLAN-Seriell-Platinchen mit dem ESP8266-Chip Onboard. Dieser soll auf einfachste Weise eine WLAN zu Seriell-Verbindung herstellen können, ohne das man sich mit Netzwerkgedöns herumschlagen muss. Klingt gut, also zwei paypalisiert und ran an’s Werk. Ganz so simpel stellte sich die Angelegenheit dann doch nicht heraus. Trotz lumpiger 4-Draht-Verbindung, wollte keine Reaktion auf AT-Befehle erfolgen. Schon fast am verzweifeln, spielte ich einfach mit den Baudraten herum (obwohl überall im Netz nur 57600 oder 115200 angegeben waren). Und ei gucke da, bei 9600 kam auf den AT-Befehl ein lesbares OK zurück. Was soll das denn, dachte ich so. Hatte ich wieder ein Freitags-Nachmittags-Schlechtwettermodell erwischt? Nach weiterer Recherche im Netz stieß ich auf einen nicht dokumentierten Befehl, der es erlaubt, die Baudrate des Moduls zu ändern. Das war ja einfach, hat mich aber mehrere Stunden Grübelei und wieder ein paar Haare gekostet. Das Verbinden mit meinem Router war dann problemlos, nur was jetzt?

Nun wurde es spannend, denn Oldbitcollector hat sich im Basic des Micromite, einen IRC-Clienten gebastelt und genau den wollte ich testen. Guckst Du unten 🙂

Es funktioniert ……

IRC3

 

 

 

 

…. die Welt kann so schön sein 😉

– oder Widerstand ist zwecklos 🙂

Zille9

Ausführliches Tutorial zur aktuellen Boardversion R14 in Sicht…

Die neue Dokumentation zur aktuellen Platinenrevision R14 wird jetzt als öffentlich einsehbares Dokumentation in Google-Docs gepflegt. (Dank an Zeus und die anderen fleißigen Helfer!)

Link: R14 – Tutorial
Link: R14 – Stückliste

Ich werde in den nächsten Wochen noch einen weiteren Hive R14 aufbauen und in diesem Zusammenhang alle Bilder aktualisieren. Also noch etwas Geduld: die Doku wird noch richtig schick! 🙂

Fehler, Wünsche und Erweiterungen können dort direkt mit der Kommentarfunktion hinterlassen werden. Zusätzlich findet sich zum Thema im Forum ein Thread. Hilfe in jeder Form ist natürlich immer willkommen.

Im Besonderen fallen mir noch folgende Verbesserungen und Erweiterungen ein:

  • Wer den Aufbau schrittweise zellebriert hat, sollte auch viel mit den Teilsystemen experimentiert haben. Nun, ich persönlich experimentiere dabei immer gern mit den Testprogrammen, und oft wird daraus ein kleines spaßiges Progrämmchen. Wem es ebenso geht: Bitte lasst diese Juwelen der Programmierkunst nicht auf eurer Festplatte verschimmeln und teilt sie mit dem Hive-Kollektiv! Also her mit dem Stoff, wenn zudem noch ein wenig Text dabei ist, wird das im Testpaket und in der Dokumentation verewigt! 🙂 Bitte unbedingt auch ein wenig nerdige und freakige Sachen, denn wir erinnern uns: Just for Fun!
  • Schemata und Teilzeichnungen zu den einzelnen Aufbauschritten. Ich denke darüber nach, den einzelnen Aufbauschritten zum Beispiel farblich bearbeitete Bestückungspläne und Teilschaltpläne zuzufügen. Die Bauteile des aktuellen Schrittes könnten so im Bestückungsplan grün hervorgehoben werden, Messpunkte und ähnliche Sachen in roter Farbe. Unwichtige Bereiche könnten zusätzlich etwas weniger Kontrast bekommen. Ebenso Blockschaltbilder und Teilschaltungen. Teilweise sind solche Sachen schon in den Tutorials „Build your OS“ zu finden. Wer sich also berufen fühlt diese Fleißaufgabe zu übernehmen: es ist noch eine Stelle im Hauptquartier zu vergeben! 😉
  • Schön wäre noch eine kleine Besprechung der Schaltungsfunktion, also so Sachen wie Schaltungstechnik der Stromversorgung, PWM zur Sounderzeugung, Videosignal und so weiter… Wahrscheinlich ist es aber übersichtlicher, diese Informationen in einer gesonderten Datei auszulagern, um das Aufbaututorial nicht zu „überfluten“.

100 Jahre Erster Weltkrieg

Das ist kein Jubiläum sondern etwas woran man sich mit Schaudern erinnert. Dieses Jahr ist es 100 Jahre her, seit die Völker der „zivilisierten Welt“ von ihren Führern in einen gnadenlosen Krieg getrieben wurden, in dem der kleine Mann nur verlieren konnte. Wir können nur hoffen, dass Kontrollmechanismen und die Vernunft heute weiterentwickelt sind als damals. Obwohl ich da manchmal Zweifel hege…

Warum mir der Erste Weltkrieg ausgerechnet heute einfiel, ist eventuell nicht ganz politisch korrekt. Ich hatte vor paar Wochen eine elektrische Schreibmaschine „Erika“ mit einer sehr primitiven seriellen Schnittstelle gekauft (TTL, Typenrad-Zeichensatz). Dann hab ich ein  Interface dafür entworfen und gefühlte 100 Jahre auf die Lieferung der Leiterplatte gewartet. Heute ist das Ding nun endlich einsatzbereit:

Da kommen schon Erinnerungen an die 1960er Jahre auf – ein Computer (mein CPMputer) der jetzt auch ganz ohne Bildschirm geht – einfach die Erika dran, die dient dann als Bedienkonsole und Drucker. Aber das wirklich faszinierende ist der Klang: ich tippe DIR, und jeder Tastendruck bewirkt ein lautes KLACK!!! und dann drück ich Enter und ein lautes Geratter und Geknatter geht los – an der Stelle wurde ich an den Ersten Weltkrieg erinnert – so eine Typenradmaschine macht ungefähr so einen Lärm wie damals ein Maxim-MG. Wenigstens bringt meine Maschine niemanden um.

TypeWriterConsole

Magnetos Rache

Also bevor Micha hier mit seinem schwarzen Teko-Gehäuse den Dart Vader spielt, versuche ich mal heimlich noch ein wenig die helle Seite der Macht zu stärken… 😉

Der CPMputer ist natürlich die beste Gelegenheit einen Hive-Tower zu bauen. Zu diesem Zwecke hatte ich schon vor Monaten einige Neodym-Magneten gekauft: Ich dachte mir halt, dass es eine coole Idee ist, die Module untereinander in Magneto-Style zu arretieren. Zumindst auf einem KC-Treffen (ich glaube das war 2012) hatte ich schonmal testweise mehrere Hives übereinander zu einem Tower gestapelt und festgestellt, dass es durch die Kabel etwas fragil ist. Eine feste Verschraubung fand ich zu umständlich, also hatte ich die Idee mit den Magneten. Und wie man in dem Video sehen kann, macht das auch einen recht stabilen Eindruck.

Am Deckel des unteren Moduls sind die Magnetscheiben dabei an der Innenseite verklebt, wodurch sie nicht optisch sichtbar sind, wenn man das Modul allein verwendet. Am oberen Modul kleben die Magnete direkt an der Unterseite, wo sie ja auch nicht stören. Die Haftstärke kann man einstellen, indem man einfach je nach Magnetstärke mehrere Scheiben übereinander heftet.

Auch die Platine selbst macht Fortschritte, was natürlich kein Wunder ist, wenn man alles fertig serviert bekommt. 🙂 An sich ist das Board komplett bestückt bis auf einige Patches. Nun gilt es, sich erstmal in die Atmel & Zilog-Technik einzuarbeiten.

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CPMputer voll bestückt

CPMputer voll bestückt

Das Board in der Entstehungsphase

Das Board in der Entstehungsphase

Huckpack auf dem Hive

Huckpack auf dem Hive

Hive aus dem Replikator

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Naja, nicht ganz. Das Mainboard ist immer noch liebevoll handgelötet. Aber dennoch ein Eigenbaucomputer in einem Eigenbaugehäuse, auch wenn es wahrscheinlich noch ein Prototyp von Drohne363 ist. Unbestätigte Gerüchte berichten sogar von einem Borg Cube Gehäuse… 😉

Link: Weitere Infos im Forum.

Sepia-IO: Funktionen, Schaltplan, Pinbelegungen

Hier nun Schaltplan, Bestückungsplan, Pinbelegungen der Buchsen und eine kurze Übersicht der Funktionen, etwas ausführlicher dann in einem späteren Tutorial:

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Prototyp IO-Karte „Sepia“

Aktuell arbeite ich wie angekündigt an einer IO-Erweiterung für den Hive. An diesem Wochenende habe ich den ersten Prototypen aufgebaut und wie es bis jetzt ausschaut, funktioniert alles perfekt.

 

Gleich vorweg und um alle Bedenken zu zerstreuen: Wie man unschwer auf den Bildern erkennen kann, ist es völlig problemlos möglich, mit der Karte (bis zu vier) digitale Joysticks mit einem ganz einfachen Adapter direkt am Hive anzuschließen! Aber es geht natürlich noch einiges mehr… 😉 Continue reading ‘Prototyp IO-Karte „Sepia“’ »

Infos zum Propeller II von Chip Gracey

Im Propeller update BLOG hat sich Chip Gracey mit einigen Informationen zum Bootverhalten und dem internen ROM gemeldet: Im ROM enthalten ist ein Bootloader für einen angeschlossenen SPI-Flash oder die serielle Schnittstelle mit SHA256/HMAC Authentifizierung, um den Code schützen zu können. Da der Flash nun SPI verwendet, dürfte sich die Bootzeit aus dem Flash deutlich verkürzen, obwohl ich das nie als Problem angesehen habe. Wahrscheinlich ist einfach der Code einfacher, da SPI ja ekanntlich einfacher gestrickt ist.

Aber viel interessanter: Continue reading ‘Infos zum Propeller II von Chip Gracey’ »

Joystick für I/O-Bus

Die ersten Bauteile für die I/O-Karte sind gestern angekommen und so habe ich ein wenig Zeit bis die Prototyp-Platine geliefert wird. Zeit um schon ein wenig vorzuarbeiten. Nach einigen schon lange fälligen kleineren Arbeiten am Hive, habe ich heute mit dem Bau eines Joysticks für den Bus angefangen. Das Device soll über I2C angesteuert werden und einen analogen Stick, vier digitale Tasten sowie vier steuerbare LED’s beherbergen. Nun ja, wahrscheinlich wird der Stick wohl so ein Nachfahre jenes Deoroller-Eigenbau-Joysticks aus den alten 8Bit Atari XL Zeiten, wie auf dem folgenden Bild zu sehen:

Ich habe zumindest wieder tief in die Bastelkiste gegriffen, um passende Elemente für einen zünftigen DIY-Stick zu finden. Das Untergestell bildet der Rahmen eines 80 mm Lüfters, die Tasten stammen wohl aus einem defekten Fax-Gerät usw. Aber der Analogstick fühlt sich sehr präzise an und die Trigger laden zum Dauertriggern ein… 😉

Morgen geht es an die Verdrahtung und den Test. Ich bin gespannt, wie präzise das Design dann wirklich ist.