Brad’s Spin Tool

bst1 Hmm, das ist jetzt zwar etwas spät, da es das BST ja schon fast “ewig” gibt, aber ich hab es hier halt noch nicht explizit empfohlen. Und ich fange gerade an mich an dieses Tool zu gewöhnen; sogar in einer Weise, dass ich es wahrscheinlich auch unter XP verwenden würde…

Aber mal schön langsam: Am Anfang war das Propeller-Tool von Parallax. Stabil, schnell und mit vielen nützlichen Funktionen. Aber was tun, wenn man dem wiederkehrenden Bastelwahn nachgibt und XP von den Platten verbannt um Linux (Ubuntu) zu installieren? Ja klar, es gab da doch dieses Tool für alle Plattformen von Brad. Den letzten Versuch (ein Jahr vorher ;) hatte ich abgebrochen, da das Tool doch noch etwas langsam war. Doch die neue Version überrascht, wie auch jedes Jahr die Fortschritte von Ubuntu überraschen.

Die Installation ist unkritisch, BST läuft selbst auf einem eeePC . Das Tool läuft jetzt schnell und stabil, die Kommunikation klappt und auch ein kleines Terminal ist gleich eingebaut, um Debugmeldungen über das serielle Hostinterface anzuzeigen. Aber was erst nach einiger Zeit auffällt, wenn unter die Motorhaube der Software geschaut wird, sind folgende Punkte:

  • Das Tool kann unbenutzte Methode automatisch entfernen! So verringert es bei kleinen Programmen – die nur wenige IOS-Routinen verwenden – die Größe der BIN-Datei beträchtlich. Und so ist es nun auch praktikabel, die Adapterroutinen für SID, Graphics und Co. einfach in die IOS zu integrieren – werden diese Funktionen nicht verwenden, optimiert BST die entsprechenden Routinen einfach weg.
  • BST gibt es für Linux, MAC und Windows!
  • Bedingte Compilierung
  • Der @@@-Operator: liefert die HubRam-Adresse des entsprechenden Objektes (Keine Ahnung, wozu das gut sein könnte ;)
bst2

Allerdings soll auch nicht verschwiegen werden was mir persönlich noch fehlt:

  1. Lesezeichen! – Manno, wie kann man nur schnell in langen Quelltexten Springen, wenn man keine Marker setzen kann!?
  2. Da Spin ja prinzipiell sensitiv für Einrückungen ist, ist die grafische Anzeige der entsprechenden Abhängigkeiten im Quelltext im Propeller-Tool schon sehr übersichtlich.
  3. Eine  #include-Anweisung wähe für globale Definitionen perfekt.
  4. Ein projektbezogener Suchpfad würde vermeiden, das man globale Dateien wie die IOS über verschiedene Verzeichnisse manuell abgleichen muß.

Zumindest durch die Optimierungen ist BST für den Hive ideal und unbedingt zu empfehlen  – mittlerweile selbst unter Windows!

Link: Infos zum BST

2 Comments

  1. drohne235 sagt:

    Man könnte sich in das Hive-Adapterkebel einen Taster/Schalter für das DTR-Signal einbauen – hab ich so bei meinem Programmieradapter für meine anderen Propellersachen gemacht. Dann muß man beim Programmieren den Taster gedrückt halten, aber danach gibt es kein Reset mehr. Oder du verwendest das Parallax Terminal (sofern du Windows verwendest) für die Ausgabe – ist ja ein extra Programm.

  2. yeti sagt:

    Etwas nervig im BST ist der Reset des Propellers der beim Verbinden des BSTinternen Terminals ausgelöst wird.

    Mal eben was ins RAM schubsen und dann via Terminal testen klappt so nicht, da beim Terminalstart durch den Reset das im EEPROM gespeicherte Züxx hochkommt. (…was bei einem EEPROM-losen also nackigen Propeller alleine passiert hab ich noch nicht probiert…)

    Laut BST-Thread im amistanischen Propellerforum ist das ein Bug. Hoffentlich wird diese Wanze bald mal erschlagen!

    http://forums.parallax.com/showthread.php?p=936584&highlight=Mac%2FLinux%2FWindows#post936584 Post #1426 … Brad hat’s wohl schon auf seiner ToDoList…

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