RealHive – Eigenbau und Experimente mit mehr als 512 Cores

glider2Im folgenden möchte ich von einem anderen Eigenbauprojekt berichten – dem RealHive, ein Design mit dynamischer Corezahl und automatischer, selbststrukturierender Funktionsverteilung. Wie beim Hive R13 gab es ein Master-Slave-Konzept, allerdings mit einer weitaus größeren Autonomie der Slaves. Ausgehend von einem kleineren Prototypen mit geringerer Corezahl, hab ich letztlich ein >512-Core System gestaltet, welches drei Jahre ununterbrochen ohne größere Ausfälle online war und während der Betriebszeit ständig erweitert wurde. Anders als beim Hive R13, ist es beim RealHive nicht nötig, das System abzuschalten, um neue Module zu integrieren. Alle diese Funktionen werden dynamisch und zur Laufzeit realisiert und verwaltet, neue Ressourcen werden automatisch erkannt und belegt. Die einzelnen Module werden dabei über einen 6-Pin Aktorbus und zwei 12 Channel Kommunikationsleitungen gekoppelt. Grundlage all dieser Wunder ist ein verteiltes und virtualisiertes Betriebssystem – das AntOS. Die Verarbeitungskapazität und Anpassungsfähigkeit eines solchen Systems ist schlichtweg überwältigend.

Die kompromisslose Echtzeitfähigkeit des Designs ergibt sich dabei aus der dynamischen Anordnung der Subsysteme in einer globalen Matrix. So ist eine maximale Flexibilität realisierbar. Müssen zwei Einheiten mit maximaler Geschwindigkeit kommunizieren, so können sie in der Matrix zur Laufzeit umsortiert werden, so das sie ohne Umwege miteinander Kommunizieren können – im Extremfall über zwei mal 12 Kanäle.

Ansonsten ist das Projekt wie gewohnt nachbausicher und im bewährten „Küchentischdesign“ – obgleich man eine etwas grössere Arbeitsplatte in der Küche braucht, denn das endgültige System mit dem Beisteller hat in etwa ein Volumen von ca. 0,5 qm. Alle Materialien sind aber leicht bei den einschlägigen Händlern zu beschaffen. Wie schon im Artikel „Wie alles anfing“, nun ein kurzer chronologischer Abriss der Aufbauarbeiten.

Fortsetzung…